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Die richtige medizinische Cannabissorte finden – Ein Leitfaden für Patienten

Einleitung
Cannabissorte

Nicht jede Cannabissorte ist für jede Erkrankung geeignet. Je nach individuellen Beschwerden und gewünschter Wirkung gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den verfügbaren medizinischen Cannabisblüten. Während einige Sorten entspannend wirken und bei Schmerzen helfen, können andere eher anregend sein und die Konzentration fördern. Doch wie findet man die richtige Sorte für sich? In diesem Blog erfährst du alles Wichtige über die Auswahl der passenden medizinischen Cannabissorte.


Die wichtigsten Cannabinoide: THC vs. CBD

Die beiden Hauptwirkstoffe in Cannabis sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Beide haben unterschiedliche medizinische Wirkungen:

  • THC (Tetrahydrocannabinol) ist der psychoaktive Bestandteil von Cannabis und kann Schmerzen lindern, den Appetit anregen und Entspannung fördern. Es wird oft bei chronischen Schmerzen, Übelkeit (z. B. durch Chemotherapie) oder Schlafstörungen eingesetzt (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, 2024).
  • CBD (Cannabidiol) wirkt nicht berauschend, hat aber entzündungshemmende, angstlösende und entkrampfende Eigenschaften. CBD-reiche Sorten werden oft bei Epilepsie, Angststörungen und entzündlichen Erkrankungen empfohlen (Journal of Cannabis Research, 2024).

Ein optimales Verhältnis zwischen THC und CBD ist entscheidend für die medizinische Wirkung.


Indica, Sativa oder Hybrid – Welche Sorte passt zu dir?

Cannabisblüten werden in drei Hauptkategorien unterteilt: Indica, Sativa und Hybride.

  • Indica-Sorten: Beruhigend, schlaffördernd, muskelentspannend. Sie eignen sich besonders bei chronischen Schmerzen, Schlafproblemen und Muskelkrämpfen. Beispiel: Bedrocan (Niederlande).
  • Sativa-Sorten: Anregend, konzentrationsfördernd, stimmungsaufhellend. Sie sind ideal für den Einsatz tagsüber und helfen bei Depressionen und Fatigue. Beispiel: Cannamedical Sativa Classic.
  • Hybride Sorten: Eine Mischung aus Indica und Sativa mit individuell abgestimmtem THC- und CBD-Gehalt, um spezifische Symptome gezielt zu behandeln. Beispiel: Aurora 20/1 (20 % THC, 1 % CBD).

Die Wahl der richtigen Sorte hängt von den persönlichen Symptomen, der gewünschten Wirkung und der individuellen Verträglichkeit ab.


Wie finde ich die richtige medizinische Cannabissorte?

1. Ärztliche Beratung und Verschreibung

Der erste Schritt ist ein Gespräch mit einem spezialisierten Arzt oder einer Ärztin. Diese:r kann auf Grundlage deiner Beschwerden eine geeignete Sorte verschreiben. Viele Patienten erhalten anfangs eine niedrige THC-Dosis, um sich langsam an die Wirkung zu gewöhnen (Apothekerverband, 2024).

2. Probieren und Dokumentieren

Da jeder Mensch unterschiedlich auf Cannabis reagiert, ist es hilfreich, ein Tagebuch über die Wirkung zu führen. Notiere:
✅ Welche Sorte hast du genommen?
✅ Wie war die Dosierung?
✅ Welche Wirkung hast du gespürt?
✅ Gab es Nebenwirkungen?

3. Qualität und Terpenprofil beachten

Neben THC und CBD enthalten Cannabisblüten sogenannte Terpene, die den Geschmack und die Wirkung beeinflussen. Beispielsweise wirkt Limonen stimmungsaufhellend, während Myrcen beruhigende Eigenschaften hat (Cannabis Science Journal, 2024).


Herausforderungen bei der Sortenwahl

Obwohl es viele medizinische Cannabissorten gibt, haben Patient:innen oft mit Lieferengpässen zu kämpfen. Laut aktuellen Berichten kommt es regelmäßig zu Engpässen bestimmter Sorten in Apotheken, weshalb Patient:innen flexibel auf Alternativen umsteigen müssen (Deutsche Apotheker Zeitung, 2024).

Zusätzlich können manche Krankenkassen die Kostenübernahme verweigern, wenn eine bestimmte Sorte nicht als notwendig erachtet wird. In solchen Fällen müssen Patient:innen entweder Einspruch einlegen oder das Medikament privat bezahlen (GKV-Spitzenverband, 2024).


Fazit

Die Auswahl der richtigen medizinischen Cannabissorte hängt von vielen Faktoren ab – von der individuellen Symptomatik über das Verhältnis von THC zu CBD bis hin zum Terpenprofil. Eine enge Zusammenarbeit mit Ärzt:innen und Apotheken sowie eine sorgfältige Dokumentation der eigenen Erfahrungen können helfen, die ideale Sorte zu finden.

 

FAQs – Häufig gestellte Fragen zur Auswahl der richtigen Cannabissorte

1. Wie finde ich die passende medizinische Cannabissorte?

Die Auswahl hängt von deiner Erkrankung und den gewünschten Effekten ab. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin und dokumentiere deine Erfahrungen, um die beste Sorte für dich zu finden.

2. Was ist der Unterschied zwischen Indica und Sativa?

Indica-Sorten wirken entspannend und schlaffördernd, während Sativa-Sorten anregend und stimmungsaufhellend sein können. Hybride kombinieren Eigenschaften beider Sorten.

3. Wird medizinisches Cannabis von der Krankenkasse bezahlt?

Ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten meist nur, wenn andere Behandlungen nicht geholfen haben. Private Rezepte müssen selbst bezahlt werden.

4. Gibt es Unterschiede zwischen medizinischem und Freizeit-Cannabis?

Ja! Medizinisches Cannabis wird streng kontrolliert, enthält exakte Mengen an THC und CBD und ist frei von Pestiziden oder Verunreinigungen. Freizeit-Cannabis kann große Qualitätsunterschiede aufweisen.

5. Was sind Terpene, und warum sind sie wichtig?

Terpene sind natürliche Verbindungen in Cannabis, die das Aroma beeinflussen und zusätzlich medizinische Wirkungen haben können – z. B. beruhigend oder anregend.